Deutsch — Rechtschreibung & Zeichensetzung
80 Karten zu den wichtigsten Schul-Regeln (Sek 1, KMK 2022 / Lehrplan 21). Großschreibung, Kleinschreibung, ss/ß-Regel, das/dass-Unterscheidung, Kommasetzung (Hauptsatz/Nebensatz, Aufzählungen, vor aber/sondern, Apposition, Relativsatz), Getrennt-/Zusammenschreibung, Bindestrich und Apostroph. Schweizer Eigenheit (ss statt ß) explizit erwähnt.
80 Karten Deutsch Sekundarstufe 1 CC-BY-4.0 von Kartomo gratis
Die Karten
Die ersten 30 von 80 Karten. Der Rest steht in der App.
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Welche Hauptregel gilt für die Großschreibung im Deutschen?
Nomen (Substantive) und alle nominalisierten Wörter werden großgeschrieben — außerdem das erste Wort eines Satzes und Eigennamen.
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Wann werden Adjektive großgeschrieben?
Wenn sie als Nomen gebraucht werden (Nominalisierung) — meist erkennbar an einem Artikel, Pronomen oder Mengenwort davor. Beispiel: das Schöne, etwas Neues, viel Gutes.
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Wann werden Verben großgeschrieben?
Wenn sie als Nomen gebraucht werden (Nominalisierung). Beispiel: das Laufen, beim Lesen, zum Spielen.
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Wann schreibt man die Anrede „Sie" groß?
Immer — wenn es sich um die höfliche Anrede an eine Person handelt (Singular oder Plural). Beispiel: „Können Sie mir helfen?"
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Schreibt man „du" in Briefen groß oder klein?
Nach der reformierten Rechtschreibung beides erlaubt; die Kleinschreibung („du") ist Standard, die Großschreibung („Du") gilt als höflich-betont in persönlichen Briefen.
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Werden Tageszeiten nach „heute" / „gestern" groß oder klein geschrieben?
Großgeschrieben — Nomen: „heute Abend", „gestern Morgen", „morgen früh" (das Adverb „früh" bleibt klein).
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Schreibt man Wochentage und Monatsnamen groß?
Ja — sie sind Nomen: Montag, Dienstag, Januar, Februar.
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Wann werden Farben groß geschrieben?
Wenn sie als Nomen verwendet werden: „das Rot der Ampel", „in Blau gekleidet". Als Adjektiv klein: „der rote Mantel".
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Wie schreibt man Sprachen?
Groß, wenn sie als Nomen stehen: „Sie spricht Deutsch." — Klein, wenn sie als Adverb („auf deutsch" / „auf Deutsch" beide zulässig) oder mit „in"+Nominalisierung („in Deutsch").
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Schreibt man Zahlwörter unter einer Million groß oder klein?
Klein: eins, zwei, drei, hundert, tausend. Groß ab Million und größer: Million, Milliarde, Billion.
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Wie schreibt man Substantivierungen mit „etwas"/„nichts"/„viel"/„wenig"?
Das folgende Adjektiv wird großgeschrieben: etwas Neues, nichts Wichtiges, viel Gutes, wenig Schönes.
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Schreibt man „im Allgemeinen" / „im Großen und Ganzen" groß oder klein?
Groß — feste nominale Wendungen mit Artikel. Auch: „im Folgenden", „bei Weitem", „bis auf Weiteres".
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das Gute
Nominalisiertes Adjektiv — wird großgeschrieben. Erkennbar am Artikel „das".
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Werden Pronomen großgeschrieben?
Nein, mit Ausnahme der Höflichkeitsanrede „Sie" / „Ihr" / „Ihnen".
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Wie schreibt man ordinale Zahlen wie „die ersten"?
Klein als Adjektiv: „die ersten zwei Tage". Groß als Nominalisierung: „der Erste / die Erste / das Erste" (im Sinne von Rang oder Person).
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Wann schreibt man „ß" (Eszett)?
Nach einem langen Vokal (z. B. Maß, Fuß) oder nach einem Diphthong / Doppellaut (z. B. heiß, weiß).
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Wann schreibt man „ss"?
Nach einem kurzen Vokal (z. B. Kuss, Fluss, dass, müssen).
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Nach einem … Vokal schreibt man ss, nach einem … Vokal oder Diphthong schreibt man ß.
kurzen · langen
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Schreibt man „Strasse" oder „Straße"?
„Straße" — der Vokal „a" ist lang. In der Schweiz wird „Strasse" geschrieben, weil dort das ß generell durch ss ersetzt wird.
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Schreibt man „Kuss" oder „Kuß"?
„Kuss" — der Vokal „u" ist kurz. „Kuß" ist alte Rechtschreibung vor der Reform 1996/2006.
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Schreibt man „heiss" oder „heiß"?
„heiß" — Diphthong „ei". In der Schweiz „heiss".
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Schreibt man „muss" oder „muß"?
„muss" — kurzer Vokal „u".
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Schreibt man „Fluss" oder „Fluß"?
„Fluss" — kurzer Vokal „u".
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Gibt es einen Großbuchstaben für ß?
Ja — seit 2017 ist „ẞ" (großes Eszett) offiziell. Vorher schrieb man bei Großschreibung „SS".
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Schreibt man „Massnahme" oder „Maßnahme"?
„Maßnahme" — der Vokal „a" in „Maß" ist lang. In der Schweiz „Massnahme" (kein ß).
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Wann verdoppelt man einen Konsonanten?
Nach einem kurzen, betonten Vokal wird der folgende Konsonant in der Regel verdoppelt. Beispiel: Bett, kommen, hoffen.
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Was passiert mit Doppelkonsonanten am Wortende?
Auch am Ende wird verdoppelt: Schiff, Stall, Bett — sofern der Vokal kurz und betont ist.
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Wann schreibt man tz und wann z?
„tz" steht meist nach kurzem Vokal (Katze, Platz, Witz). „z" am Wortanfang oder nach langem Vokal/Konsonant (Zauber, Salz, Herz).
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Wann schreibt man ck und wann k?
„ck" nach kurzem Vokal (Stecken, Brücke, Zucker). „k" am Wortanfang oder nach langem Vokal/Konsonant (Kanal, Haken, Mark).
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Schreibt man „Wiederholen" mit ie oder mit i?
„Wiederholen" mit „ie" — der lange i-Laut wird so geschrieben. „Wider-" (mit i) bedeutet „gegen" (z. B. widersprechen).