Deutsch — Textanalyse und Erzähltechnik
Das Handwerkszeug der Textanalyse: die literarischen Gattungen (Epik, Lyrik, Dramatik), Erzählperspektiven und Erzählzeit, die epischen Textsorten, Lyrik-Analyse (Reimschema, Metrum, Gedichtformen), der Dramenaufbau nach Freytag sowie Analyse-Grundbegriffe wie Motiv, Symbol und Leitmotiv. Ergänzt die Decks Rhetorische Stilmittel und Literaturepochen.
109 Karten Deutsch Sekundarstufe 1Sekundarstufe 2 CC-BY-4.0 von Kartomo gratis
Die Karten
Die ersten 30 von 109 Karten. Der Rest steht in der App.
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Welche drei literarischen Hauptgattungen gibt es?
Epik, Lyrik, Dramatik
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Was sind die wesentlichen Merkmale der Epik?
Erzählende Darstellung von Ereignissen und Figuren durch einen Erzähler; enthält Erzählperspektive, Erzählzeit und Handlung; typische Formen: Roman, Novelle, Kurzgeschichte, Märchen
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Was sind die wesentlichen Merkmale der Lyrik?
Sprachliche Verdichtung in Versen und Strophen; oft subjektives lyrisches Ich; geprägt durch Reim, Metrum, Klang und Bildsprache
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Was sind die wesentlichen Merkmale der Dramatik?
Für die Bühne konzipiert; Handlung wird direkt durch Figuren in Dialog und Monolog dargestellt; kein Erzähler; Unterteilung in Akte und Szenen
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Die drei literarischen Hauptgattungen heißen …, … und ….
Epik · Lyrik · Dramatik
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Was unterscheidet Epik und Dramatik grundlegend?
In der Epik gibt es einen Erzähler, der die Handlung vermittelt. In der Dramatik fehlt der Erzähler — die Figuren agieren direkt auf der Bühne.
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Was ist der auktoriale Erzähler?
Ein allwissender Erzähler, der außerhalb der Geschichte steht, Einblick in alle Figuren und Ereignisse hat und kommentieren kann.
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Was ist der personale Erzähler?
Der Erzähler berichtet aus der Perspektive einer Figur (Reflektorfigur), ohne in die Geschichte einzugreifen; der Leser erfährt nur, was diese Figur erlebt und denkt.
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Was ist der neutrale (objektive) Erzähler?
Der Erzähler gibt nur das Äußere wieder (Handlungen, Dialoge) und kommentiert nicht; Einblicke in das Innenleben der Figuren gibt es nicht.
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Was ist der Ich-Erzähler?
Eine Figur der Geschichte erzählt in der ersten Person (Ich); der Leser ist auf ihre subjektive Perspektive beschränkt.
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Beim … Erzähler ist dieser allwissend und außerhalb der Geschichte; beim … Erzähler wird die Perspektive einer Figur eingenommen.
auktorialen · personalen
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Ein Erzähler berichtet ausschließlich aus der Sicht von Lena — er weiß nur, was Lena sieht, denkt und fühlt. Welche Erzählperspektive liegt vor?
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„Ich stand am Fenster und wusste nicht, was ich tun sollte.“ — Welche Erzählperspektive wird hier verwendet?
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Der Erzähler beschreibt nur Handlungen und Dialoge, ohne in die Gedanken der Figuren einzudringen. Welche Erzählperspektive ist das?
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Was versteht man unter dem Erzählverhalten?
Die Art, wie der Erzähler seine Geschichte wiedergibt: berichtend (raffend), szenisch (ausführlich), kommentierend (wertend) oder beschreibend.
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Was ist Erzählzeit?
Die Zeit, die der Leser braucht, um den Text zu lesen (Lesezeit / Textlänge).
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Was ist erzählte Zeit?
Der Zeitraum, der in der Geschichte tatsächlich abläuft (z. B. ein Jahr, ein Tag).
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Die … ist die Zeit des Lesens; die … ist der in der Geschichte dargestellte Zeitraum.
Erzählzeit · erzählte Zeit
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Was ist eine Zeitraffung?
Die erzählte Zeit ist länger als die Erzählzeit — Ereignisse werden stark zusammengefasst (z. B. „Ein Jahr verging.“). Auch: Raffung.
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Was ist eine Zeitdehnung?
Die Erzählzeit ist länger als die erzählte Zeit — ein kurzer Moment wird ausführlich geschildert (z. B. innerer Monolog während Sekunden).
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Wenn ein Roman ein Jahr Handlung auf einer Seite zusammenfasst, spricht man von …; wenn eine Sekunde auf vielen Seiten ausgebreitet wird, nennt man das ….
Zeitraffung · Zeitdehnung
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„Die nächsten zehn Jahre verbrachte er auf See.“ — Welche Zeitgestaltung liegt vor?
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Was ist der innere Monolog?
Die Gedanken einer Figur werden direkt und ungeordnet wiedergegeben, als ob der Leser unmittelbar in den Gedankenstrom eintaucht; oft ohne Anführungszeichen und ohne Einleitung.
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Was ist erlebte Rede?
Die Gedanken oder Gefühle einer Figur werden in der dritten Person und im Präteritum wiedergegeben, ohne Anführungszeichen und ohne Redeeinleitung — eine Mischung aus Erzählerrede und direkter Rede.
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Bei der … verschmelzen Erzählerstimme und Figurengedanken in der 3. Person; beim … sprechen die Gedanken der Figur direkt und oft ungeordnet.
erlebten Rede · inneren Monolog
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Woran erkennt man erlebte Rede?
Sie steht in der 3. Person Singular und im Präteritum, enthält aber keine Redeeinleitung (z. B. „dachte er“) und keine Anführungszeichen. Der Ton ist subjektiv und figurennah.
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Was sind die typischen Merkmale eines Romans?
Langes erzählendes Werk in Prosa; komplexe Handlung über einen längeren Zeitraum; mehrere Figuren und Handlungsstränge; verschiedene Romantypen (Bildungsroman, Kriminalroman u. a.).
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Was sind die typischen Merkmale einer Novelle?
Mittellange Prosaerzählung; konzentriert sich auf ein zentrales Ereignis (‚unerhörte Begebenheit' nach Goethe); oft ein symbolisches Dingsymbol (‚Falke'); strenge, geschlossene Form.
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Die Novelle zeichnet sich durch eine … und häufig ein zentrales … (‚Falke') aus.
unerhörte Begebenheit · Dingsymbol
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Was sind die typischen Merkmale einer Kurzgeschichte?
Sehr kurze Prosaerzählung; beginnt unvermittelt in medias res; offenes Ende; wenige Figuren; alltägliches Thema; knappe, verdichtete Sprache; kein erläuternder Einstieg.